Drei Gedanken einer #FirstTimeMom

#firsttimemom

Für mich auf jeden Fall der schönste Job der Welt aber einfach ist er auf keinen Fall! Man sagt immer so einfach dahin, dass es ein 24/7 Job ist, aber dass das WIRKLICH so ist, hatte ich nicht gedacht. Also natürlich wusste ich, dass Babys viel Zeit und Aufmerksamkeit brauchen. Aber dass man wirklich zu so wenig kommt, hätte ich nicht für möglich gehalten. Ich hätte mir aber auch nie vorstellen können, dass ich mal mit so wenig Zeit für mich, Zeit mit meinem Ehemann allein und so wenig Schlaf, so gut zurecht kommen würde. Also es ist auf jeden Fall unglaublich kräftezehrend, anstrengend und der Rücken leidet besonders viel, aber irgendwie schaffen es die mütterlichen Hormone, dass man damit zurecht kommt. Jedenfalls geht es mir so. Und jedes Mal, wenn unsere Maus uns anlacht, ist eh alle Anstrengung vergessen. Wenn du auch Kinder hast, dann kannst du das bestimmt nachempfinden. Da geht einem nämlich einfach nur das Herz auf und man schmilzt dahin. Ich frage mich jeden Tag, wie ein so kleiner Mensch so viel Arbeit machen kann und gleichzeitig so viel Liebe ausstrahlen kann. Für mich ist es wirklich das aller schönste, Mutter zu sein.

Als ich klein war, habe ich mir immer vorgestellt wie das wird. Ich war da wirklich ganz typisch Mädchen. Ich habe gern mit Puppen und Barbies gespielt und wollte schon immer gern früh eine Familie gründen. Das hat ja auch geklappt. Ich hatte eine kleine Barbie (die heißen allgemein glaub ich Shelly) und die habe ich damals schon Emma genannt, weil ich unbedingt eine Tochter haben wollte, die so heißt. Und auch das ist jetzt erfüllt. Cool oder?

Wenn ich mein Leben jetzt momentan beschreiben müsste, würde ich einfach sagen, dass ich glücklich bin. Überglücklich. Hast du auch manchmal Momente, in denen du darüber nachdenkst, was du eigentlich alles hast, was du bisher erreicht hast und was für Menschen dir in deinem Leben wichtig sind? Wenn ich darüber nachdenke, dann bin ich einfach nur dankbar. Ich bin wirklich dankbar dafür, dass es uns hier in Deutschland so gut geht und dass wir immer alles haben, was wir brauchen. Ich bin dankbar dafür, dass ich eine so große Familie habe, die mich immer und überall unterstützt. Ich bin auch dankbar für meine kleine eigene Familie – Meinen Liebsten und meine kleine Maus. Was bin ich froh, den besten Mann an meiner Seite zu haben, der mich mehr unterstützt und mich mehr liebt als ich es manchmal vielleicht verdient hätte und als ich es mir vorstellen kann.

Und das ist auch der Grund, weshalb ich so glücklich bin. Ich weiß nicht, wie ich diesen 24/7 Job ohne meinen Mann schaffen und dabei so glücklich sein könnte. Das, was mir jeden Tag Kraft gibt weiterzumachen, ist einerseits mein Glaube daran, dass unsere Familie ewig zusammen ist und sich dafür jede Anstrengung lohnt und andererseits sind es die Momente, in denen ich meinen Liebsten sehe, wie er unsere Tochter ansieht. Wie er mit ihr spielt, sie tröstet oder mit ihr lacht. Man kann diese Gefühle nicht beschreiben. Jedenfalls kann ich es nicht. Ich fühle mich einfach nur glücklich und das ist das schönste und tollste gerade.

 

#metime

Auch wenn der Job als Mama so schön ist, ist er für mich auch noch ganz neu und das wird mir täglich klar. Vor ein paar Tagen stand ich unter der Dusche und da wurde mir eines ganz bewusst:

Ich habe vor der Geburt unserer kleinen Maus sehr viel Zeit allein verbracht bzw. verbringen müssen und habe diese Zeit wirklich nicht zu schätzen gewusst. Jetzt, wo ich diese Zeit eigentlich gar nicht mehr habe merke ich, wie sehr ich sie brauche. Mich einfach hinsetzen. Atmen. Spüren. Beobachten. Mich freuen und über mein Leben nachdenken. Allein spazieren gehen und die Natur genießen. Schreiben. Dankbar sein und einfach ich sein – ganz allein. Diese Zeit ist ganz wichtig und ich habe das nicht gemerkt. Das ist wirklich schade. Jeder kann sich diese Zeit nehmen. Also nimm sie dir und lerne sie zu lieben und zu nutzen. In der Stillzeit werde ich nicht dazu kommen, einfach Mal einen Tag “frei” zu machen. Aber ich versuche jetzt trotzdem diese Zeiten einzubauen, auch wenn sie nur kurz sind und meist auch nicht ganz allein. Wenn Emma allein spielt und gut drauf ist oder schläft habe ich sonst eigentlich immer den Haushalt gemacht, weil immer etwas ansteht. Wirklich IMMER! Aber als Mutter merke ich jetzt, dass es manchmal besser ist, den Haushalt Haushalt sein zu lassen, um mir ein bisschen Zeit für mich selbst zu nehmen. Yoga ist da für mich auf jeden Fall eine der schönsten Möglichkeiten abzuschalten und mich selbst zu spüren. Auch wenn meine Tochter vielleicht daneben liegt. Jetzt gerade sitze ich auf dem Sofa, Emma schläft auf mir und ich schreibe an diesem Beitrag. Und da dieser Beitrag eigentlich nur aus meinen Gedanken besteht, ist es für mich wie Tagebuch schreiben. Denk mal darüber nach, was du gern machst, um dich dir selbst bewusst zu machen. Vielleicht malst du ja gern oder machst Musik. Vielleicht tanzt du, machst Sport oder gehst allein für dich shoppen? Egal was es ist, finde diese Dinge heraus und dann nimm dir jeden Tag ein bisschen Zeit dafür oder plane dafür einen ganz bestimmten Tag in der Woche ein. Ich wünschte mir, ich hätte das schon vor dem Muttersein so empfinden können. Aber ich habe nie verstanden, wieso jemand gern allein sein möchte. Das Bedürfnis hatte ich nie. Aber jetzt verstehe ich es und da es ja immer um die Gegenwart und nicht die Vergangenheit geht, mache ich das Beste daraus und setze mein neu gewonnenes Wissen in die Tat um.

 

#einfachmalmachen

Ich finde es wirklich unglaublich, wie viel man von einem so kleinen, jungen Wesen lernen kann. Ich sehe jeden einzelnen Tag, wie unsere Maus Fortschritte macht. Wie sie lernt und Dinge herausfindet. Wie sie erkennt und sieht. Das Gehirn eines Babys besteht zu Anfang aus irre vielen Synapsen, die sich im Laufe der Zeit neu verbinden und ordnen. Sie lernen so viel schneller und mehr, als ein ausgewachsener Mensch. Mein Mann hat heute früh gesagt, dass sie so schnell lernen, weil sie einfach machen ohne zu viel darüber nachzudenken. Natürlich haben sie da auch keine wirkliche Wahl, aber ich denke, dass wir das im Leben auch ab und zu mal einbringen sollten. Einfach mal über unseren Schatten springen und nicht so viel nachdenken. Einfach mal trauen und keine Angst haben. Einfach mal machen!

#dankbar

Ich wollte meine Gedanken einfach mit dir teilen, weil ich für diese neuen Erfahrungen so dankbar bin. Ich lerne jeden Tag dazu und jeder Tag ist auf eigene Art und Weise ein ganz neuer. Ich freue mich auf jeden Tag, der noch kommt und den ich mit meiner kleinen Familie erleben darf.

 

BE HAPPY!

Was machst du, um dir Zeit für dich zu nehmen? Hat dir der Blogeintrag gefallen? Hat dich etwas zum Nachdenken gebracht? Interessiert dich etwas bestimmtes, worüber ich schreiben sollte, hast du eine Frage oder willst du einfach konstruktive Kritik geben?

Dann schreib mir doch einfach eine E-Mail (laura@healthymarriage.de) oder hinterlass einfach einen Kommentar.

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3 Kommentare

  1. Dein Beitrag ist echt super geschrieben! Seitdem mein Sohn da ist (28.09) wird mir auch bewusst wie wertvoll Zeit ist in der man nur für sich ist – alleine … so tut es mir schon unfassbar gut etwas länger duschen zu gehen, zum Sport zu fahren und auf dem Weg im Auto laut Musik zu hören es sind die Dinge die damals selbstverständlich waren die jetzt plötzlich total an Wert gewinnen – aber das nehme ich alles in den Kauf für die Zeit mit meinem Sohn
    Das man den Haushalt liegen lassen sollte, wenn das Baby schläft muss ich allerdings noch lernen – bin da etwas pingelig

    Ein Baby ist das größte Geschenk aber es bringt auch Einschränkungen und „Arbeit“ mit sich – das muss man sich eingestehen

    Mein Mann und ich merken auch das die Zweisamkeit oft leidet und wir am Ende des Abends merken das wir uns noch gar nicht umarmt oder gekuschelt haben – was damals häufig vorkam … man muss sich Zeit einräumen … für sich selbst und für den Parnter! Das ist mir nach 7 Wochen Babyglück ebenso bewusst geworden wie dir …

    Liebe Grüße, Sina ( mit Baby Bruno )

    1. Vielen vielen lieben Dank für dein Feedback. Es freut mich, dass du meine Worte und Gedanken so gut nachempfinden kannst und dir mein Beitrag gefallen hat. Ich genieße meine Duschen (wenn es denn die Umstände erlauben) auch total und ich bin auch unglaublich pingelig mit dem Haushalt, deshalb lerne ich das auch noch! Aber ich merke einfach, wie wichtig andere Dinge sind! Vielen Dank für deine Worte und dir noch ein weiteres schönes Kennenlernen mit deinem Kleinen:)

      Liebe Grüße, Laura

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